29.5.2006

Das Eine-Million-Euro-Gedicht

Diese Frage war aber wirklich schwer. Von wem stammen die Verse „Der Fußballwahn ist eine Krankheit, aber selten, Gott sei Dank!“ wurde Günther Jauch am Samstag in seiner eigenen Show gefragt. War es A: Kurt Tucholsky, B: Erich Kästner, C: Heinz Erhardt oder D: Joachim Ringelnatz? Die richtige Antwort steht hier. Da Jauch sie nicht wusste, riskierte er lieber nicht die auf dem Spiel stehenden 500.000 Euro und ließ sie direkt der Deutschen AIDS-Stiftung zukommen.

Ernsthaft in die Auswahl wären als Antworten wohl nur C und D gekommen. Denn Kästner reimte irgendwie anders, und Tucholsky hat sich offenbar so wenig für Fußball interessiert, dass der Sport ihm nicht einmal ein kritisches Gedicht wert war. So schrieb er 1932 von Wien aus an seine Freundin Hedwig Müller:

Was da so brüllt, sind die Zuschauer eines Fußballmatches in der Nähe. Wofür sich die Leute so begeistern können, wie?

Wobei an der richtigen Antwort D wiederum erstaunt, dass der Autor des Gedichtes schon 1934 gestorben ist. Was lange wahnt, wird nicht immer gut.

30.4.2006

Die ganze Empfehle

Der Benimmonkel der Zeit wurde diese Woche mit einer Frage behelligt, die wohl jeder gerne für beantwortet hätte. Wie halte ich eine gute Rede? Was im dargestellten Falle noch dadurch verschärft wird, dass ein 21-jähriger Enkel eine Tischrede zum 85. Geburtstag seines Großvaters halten soll. Michael Allmeier beantwortet die „Geschmacksfrage“ in seinem Text „Das ganze Gerede“ natürlich sehr pädagogisch, und wird am Ende dann doch etwas konkreteter:

Wenn Sie sich vorbereiten wollen, lesen Sie Tucholskys Ratschläge für einen schlechten Redner. Die sind fast so alt wie Ihr Großvater, aber noch immer unerreicht. Da geht es darum, wie man lernt, schlecht zu reden. Natürlich nur, damit man nicht auf den schlechten Rat hört und das Gegenteil macht. Mit so einem einfachen Dreh macht Tucholsky das dröge Thema lustig. Sicher fällt Ihnen für Ihre Rede auch so etwas ein.

Und wenn die Zeit das schon meint, sollten die „Ratschläge für einen schlechten Redner“ niemandem vorenthalten werden.

16.4.2006

63 Minuten Glück

Nach dem Wegfall der Urheberrechte haben sich gleich mehrere Verlage auf Tucholskys „Bilderbuch für Verliebte“ gestürzt. In diesem Jahr erscheinen bei Diogenes, dtv, Husum und Reclam Neuausgaben von „Rheinsberg“. Eine neue Hörbuch-Edition von Diogenes hat sich dagegen die Berliner Zeitung angeschaut, beziehungsweise -gehört. „Schokoladenkind“ Abini Zöllner war davon recht angetan:

Helene Grass liest dieses „Hörbuch für Verliebte“ erfrischend, macht die Charaktere sympathisch und aus einer Stunde einen Gewinn. Das Glück dauert genau 63 Minuten, ist wunderschön verpackt, hat ein ausführliches Booklet, anmutige Illustrationen und erscheint, natürlich, im Wonnemai. Und – das ist versprochen – es huscht nicht an einem vorüber.

Wozu eigentlich noch selber lesen?

9.4.2006

Fritze Griinbaum

Wenn es darum geht, Originalaufnahmen aus der kabarettistischen Frühzeit zu präsentieren, ist der Berliner Regisseur und Produzent Volker Kühn nicht weit. Die bereits vor einem Jahre von Kühn herausgegebene Doppel-CD „Das Cabaret ist mein Ruin“, die dem österreichischen Kabarettisten Fritz Grünbaum gewidmet ist, hat die FAZ nun in ihrer Ausgabe vom Samstag besprochen. Autor Uwe Ebbinghaus kommt in seinem Text „Mit Heineschem Zug“ gleich zur Sache:

Am Anfang hieß das Kabarett überall noch Cabaret, war körperbetont, erotisch aufgeladen, und eines seiner Hauptverdienste bestand darin, die Uneingeweihten von der „Existenz des außerehelichen Geschlechtsverkehrs“ in Kenntnis zu setzen, wie Kurt Tucholsky einmal witzelte.

Dieser Witz stammt mehr oder weniger sinngemäß aus Tucholskys Text „Berliner Cabarets“ vom März 1913. In diesem Artikel wird Grünbaum nicht eigens erwähnt. Dass Tucholsky den Wiener Künstler durchaus kannte, zeigt eine Passage aus einem Text über Gussy Holl, der nur wenige Monate später erschien:

Sie ist der Spiegel. Sie kann Fritze Griinbaum nachmachen und Schneider-Dunker und die Waldoff’n.
Peter Panter: „Gussy Holl“, in: Die Schaubühne, 3.7.1913, S. 688

Nach dem Ersten Weltkrieg arbeiteten Tucholsky und Grünbaum für Rudolf Nelsons Revue „Total Manoli“ zusammen. Grünbaum steuerte die Texte, Tucholsky den Titelsong bei.

In dem Artikel „Des deutschen Volkes Liederschatz“ bezog sich Tucholsky wenige Jahre später auf Grünbaums populäre Schlagertexte:

Was aber sind alle diese schönen Lieder, wie:
    Am Hügel, wo der Flieder blüht,
    und eine Rosenhecke glüht und:
(…)
Da mögen Welsche und Polen, Tschechen und blatternasige Kosaken dräun: solange wir solche Lieder haben, kann Deutschland nicht untergehn. Der Text stammt von zwei wiener Juden.

Wen Tucholsky mit den „zwei wiener Juden“ tatsächliche gemeint hat, ist unklar. Fest steht nur: Den Schlager „Dort unterm Baum“ , aus dem die obigen Verse entnommen sind, hat der im tschechischen Brünn geborene Jude Grünbaum geschrieben.

Kleine CD-Hörprobe gefällig?

28.3.2006

Wo gekalauert wird

Also, was die taz heute auf ihrer Wahrheit-Seite an Dichter-Anekdoten präsentiert, das ist ja ungeheuerlich. Da berichtet Thomas Schäfer über eine geradezu unglaubliche Begebenheit in der Weltbühne-Redaktion:

Wieder einmal hatte Kurt Tucholsky dem Schriftleiter der Weltbühne, Siegfried Jacobsohn, ein, diesmal unter dem Pseudonym „Ignaz Wrobel“ verfasstes, die Spitzen der Weimarer-Republik-Gesellschaft böse aufs Korn nehmendes politisches Feuilleton auf den Redaktionstisch gelegt, das so heikel war, dass Jacobsohn erhebliche Schwierigkeiten mit Zensur-, Polizei- und sonstigen Behörden befürchtete und Tucholsky bat, den Artikel ein wenig abzumildern. Tucholsky jedoch winkte ab, bezichtigte seinen Auftraggeber der Feigheit und verließ dessen Büro mit dem Hinweis: „Wo gewrobelt wird, da fallen eben Späne.“

Also, wenn man der apokryphen Kalauer-Forschung Glauben schenken darf, kann es sich bei diesem Manuskript nur um den Text „Ludendorffs Luderleben“ gehandelt haben, wobei Jacobsohn jedoch weniger Schwierigkeiten mit Zensur und Polizei befürchtete, sondern…

15.3.2006

Neues Chanson

Die FAZ wartet in ihrer heutigen Literaturbeilage mit einer literarischen Rarität auf. In einem Artikel, der sich mit Ruth Berlaus Erzählungen über das kärgliche Liebesleben der Frauen befasst, schreibt Autor Dieter Bartetzko:

„Im alten Stile leben wir geregelt. Und nur am Sonnabend, da wird ,gekegelt‘ – das ist die älteste Gymnastikart.“ Dieses Chanson, 1926 von Kurt Tucholsky verfaßt, tönt noch heute von jeder Kleinkunstbühne.

Das Lied mag zwar tatsächlich in einigen Kabaretts gesungen werden. Aber von Tucholsky ist es deswegen trotzdem noch nicht.

8.3.2006

Linkes Lachen

Die Wochenzeitung Jungle World beschäftigt sich in ihrer heutigen Ausgabe ausgiebig mit dem Thema „linker Humor“. Ob das etwas mit dem Weltfrauentag zu tun hat, wird nicht erklärt.

In den Artikeln „Die SPD, juchhee, juchhee, juchhee!“ von Gerhard Henschel, „Ernst der Lage“ von Kay Sokolowsky sowie in einem Interview mit Martin Buchholz geht es irgendwie auch um Tucholsky.

Richtig schlimm dagegen ist das, was dabei rauskommt, wenn „Linke aller Couleur“ nach ihrem Lieblingswitz gefragt werden. Vielleicht haben die lustigen Linken die Anfrage auch nur mit dieser Aktion verwechselt.

Extreme Historie

Etliche Wochen nach der FAZ hat nun auch die Frankfurter Rundschau ein Buch des Historikers Riccardo Bavaj rezensiert, das sich mit „linkem, antiparlamentarischem Denken in der Weimarer Republik“ beschäftigt.

Sowohl die FAZ als auch die FR tun sich schwer damit, das Buch einzuordnen. Bavaj lasse zwar keinen Zweifel daran, dass die Weimarer Republik im wesentlichen von rechts zerstört wurde. Mit der Einschränkung:

Doch auch von links suchten extremistische Kräfte, der ersten Demokratie ein Ende zu bereiten. Auch diese Seite brachte einen Extremismus hervor, der beständig gegen die Weimarer Republik agitierte, sie bekämpfte, sie mit ideologischer Energie zu überwinden trachtete.

Nun sollte einen wundern, dass sich Bavaj in seinem Buch überhaupt mit der Weltbühne beschäftigt. Wenn Journalisten wie Carl von Ossietzky oder Kurt Tucholsky des Linksextremismus bezichtigt werden, stellt sich in der Tat die Frage, was die normale Linke gewesen sein soll. Etwa die SPD? Auch der FR gefällt diese Einordnung nicht:

Erstens verwendet Bavaj den nicht leicht universalisierbaren Terminus des Linksextremismus für die Weimarer Republik, ohne ihn näher zu erläutern. So läuft er Gefahr, manche durchaus ambivalente Position von vornherein zu stigmatisieren und zu enthistorisieren. Andere Begriffe wie Linkskommunismus, -sozialismus und -radikalismus, die oftmals nur in Nuancen zu variieren scheinen, kann er nicht von ihren Unschärfen befreien.

Festzuhalten bliebe, dass Bavaj die Weltbühne zu den Vertretern des Linkssozialismus innerhalb des damaligen Kulturlebens rechnet. Was durchaus zutreffend ist, wenngleich es nichts darüber aussagt, welche Stellung die Zeitschrift zu Demokratie und Parlament bezog.

Ein wenig merkwürdig erscheint, wie sehr sich FAZ-Rezensent Joachim Radkau auf Aussagen Tucholskys und Ossietzkys stürzt, als gäben die beiden besonders gute Beispiele dafür ab, wie die Weimarer Republik von links unterminiert wurde. Wobei er später zu dem Schluss kommt:

Nicht jede Kritik am aktuellen Parlamentsbetrieb zeugt von Demokratiefeindschaft, ganz im Gegenteil: Die Demokratie braucht solche Kritik.

Wie überraschend.

Bei der FR schafft es Tucholsky mit dem Begriff „Ri-Ra-Rücksichten“ sogar in die Überschrift der Rezension. Es ist aber bezeichnend, wie der Ausdruck innerhalb des Textes Verwendung findet:

Ihr Hass galt zuvorderst Parlament und Parteien, deren Partikularinteressen, Kompromisslertum und „Ri-Ra-Rücksichten“, wie Tucholsky einst spottete.

Im Original hat die Rücksichtnahme überhaupt nichts mit Hass oder Spott zu tun. Als Chefredakteur der Satirebeilage Ulk gebrauchte Tucholsky den Ausdruck in einem Brief vom 27.12.1918 (!) an den Schriftsteller Hans Erich Blaich:

Mit den Zeichnern will ich versuchen, was ich machen kann. Es ist zur Zeit sehr schwer – und künstlerisch ist die ganze Aufgabe ja überhaupt nicht lösbar, wegen der Ri-Ra-Rücksichten. Aber gründet vielleicht ein idealer Billionär ein gutes, großes, deutsches Witzblatt und stellt mich als Redaktionssekretär ein? Mit nichten.

Wenn das Jammern über fehlende künstlerische Freiheit schon als linksextremer Antiparlamentarismus ausgelegt wird, dann hat die Diskussion um die Mohammed-Karikaturen den zukünftigen Historikern viel Stoff für dicke Wälzer geliefert.

Nebenbei bemerkt: Laut FAZ schmähte Ossietzky mit Heinrich Brüning „den letzten parlamentarisch gewählten Reichskanzler der Weimarer Republik“. Räusper. Laut Artikel 53 der Weimarer Verfassung wurde der Reichskanzler nicht vom Reichstag gewählt, sondern vom „Reichspräsidenten ernannt und entlassen“. Das galt auch für Brüning. Und im Gegensatz zu der großen Koalition unter Hermann Müller (SPD) stützte sich die Regierung Brüning eben nicht mehr auf die Mehrheit des Reichstages, sondern nur noch auf das Vertrauen des Reichspräsidenten, der nun einmal Paul von Hindenburg hieß.

5.3.2006

Sammeln für Salzmann

Für die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 durch die deutschen Studenten hatte Kurt Tucholsky kaum mehr als ein Achselzucken übrig:

In Frankfurt haben sie unsere Bücher auf einem Ochsenkarren zum Richtplatz geschleift. Wie ein Trachtenverein von Oberlehrern.
Nun aber zu Ernsthafterem.

… schrieb er am 17. Mai 1933 in einem Brief an Walter Hasenclever.

Sehr viel ernsthafter hat sich Georg P. Salzmann mit diesem Thema beschäftigt. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges sammelt er an seiner
„Bibliothek der verbrannten Bücher“. Rund 10.000 Exemplare hat er inzwischen beisammen. Doch es ist gar nicht so einfach, wie das Neue Deutschland berichtet, irgendwo im Lande einen dauerhaften Aufbewahrungsort für die „Salzmann-Sammlung“ zu finden. Nun besteht laut ND Hoffnung, dass sich in der Stadt Greifswald ein Platz für die Bücher auftut. Allerdings sei es noch nicht gelungen, die 800.000 Euro aufzutreiben, die Salzmann für seine Sammlung haben möchte.

Auch Tucholskys zu Lebzeiten erschienene Bücher sind Bestandteil der Bibliothek. Die Tucholsky-Gesellschaft hat die Patenschaft für das Buch „Deutschland, Deutschland über alles“ übernommen. Dies mit gutem Grund. Denn von diesem Werk fühlten sich die Studenten 1933 besonders angegriffen, wie das ND berichtet:

Auch in Greifswald haben 1933 Studenten auf dem Marktplatz die Bücher angezündet. Sie schrieben u. a. in einem Aufruf an die Bevölkerung: „Ein Tucholsky beispielsweise hat sich … unsere Feindschaft durch die Tatsache geschaffen, dass er in seinem Buch ‚Deutschland über alles‘ unsere Feldherren als Tiere bezeichnete (…)“

Wobei sich die Studenten irrten. Denn die Montage der Generalsköpfe mit der Bildunterschrift „Tiere sehen dich an“ stammte von John Heartfield. Aber Tucholsky wollte in der Öffentlichkeit die Verantwortung für das komplette Buch übernehmen, wie am 1. März 1931 an Jakob Wassermann schrieb:

Das Blatt ‚Tiere sehen dich an‘ ist nicht von mir. Es stammt von dem Bildermann John Heartfield, der das Buch ausgestattet hat.
Herr Heartfield hatte, was vereinbart war, auch selbständig einige Bilder mit Unterschriften montiert, wie man sagt – und als ich die Druckbogen bekam, war noch nicht alles fertig. Dann hielt ich das fertige Buch in der Hand, sah jene Seite und bekam einen Klaps vor den Magen.
Mein erster Gedanke war: „Schade, daß dir das nicht eingefallen ist“ – mein zweiter war: „Hm …“ und dabei ist es denn bis jetzt geblieben.
Das ist nicht meine Satire. Es ist mir zu klobig; ich habe mit Ihnen nicht das leiseste Mitgefühl für die dargestellten Typen, die mir in ihrer Wirksamkeit hassenswert erscheinen. – aber ich hätte das nie so formuliert. Die Beleidigung der Tiere schmeckt mir nicht, und das trifft es auch nicht: unter „tierisch“ verstehe ich in solchem Zusammenhang etwas Dumpfes, Animalisches – also etwa einen brutalen Henker … nicht diese da.
Ich habe den Sturm, den dieses Bild seit Jahren erregt, ruhig über mich ergehen lassen, und ich gedenke auch weiterhin die Sache zu decken, und nicht mit einem Protest an die Öffentlichkeit zu gehen. Daher bitte ich auch Sie, diesen Brief durchaus als eine private Meinungsäußerung aufzufassen. Ich habe Ihnen das geschrieben, weil ich vor Ihnen gern richtig dastehen möchte: also nur mit den Fehlern, die ich wirklich begangen habe.

23.2.2006

Diktatorische Requisiten

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschäftigt sich in ihrer heutigen Ausgabe mit dem besonderen Verhältnis von Diktatoren zum Medium Film. Enno Patalas stellt in seinem Text „Die manipulierten Manipulatoren“ die folgende, etwas gewagte These auf:

Nirgends sonst und nie zuvor oder danach sind Kino und Macht so intime Verbindungen eingegangen wie im Italien, Deutschland und Rußland Mussolinis, Hitlers und Stalins, und kein anderes Medium hat sich bei den Diktatoren eines so intensiven Interesses erfreut.

Nun gut, damals gab es eben noch kein Fernsehen. Aber ob die Nationalsozialisten nicht viel stärker auf das Radio setzten, wäre sicherlich ebenfalls eine Überlegung wert gewesen.

Dass man Adolf Hitler vom Äußeren her recht früh mit einem prominenten Filmstar assoziierte, ist auch Patalas aufgefallen:

Früh schon mußte Hitlers Erscheinungsbild sich den Vergleich mit einer Filmfigur gefallen lassen. „Und da ist plötzlich der Führer gekommen. Er hat einen Bart wie Chaplin, aber lange nicht so komisch“ (Kurt Tucholsky in einem „Schulaufsatz“). Soziales Schicksal und Charakterzüge des Mannes Hitler und der Filmfigur Charlie ähneln sich.

Auf die Ähnlichkeit des englischen Komikers mit dem deutschen Politiker spielte Tucholsky noch ein weiteres Mal an:

Chaplin hat Hitler um die Leihweise Hergabe seines Schnurrbarts gebeten. Die Verhandlungen dauern an.
Kaspar Hauser: „Kleine Nachrichten“, in: Die Weltbühne, 15.3.1932, S. 411

Vermutlich hat Charly Chaplin in dem Film „Der große Diktator“ aber nicht das Original benutzt.

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